Die nachhaltige Wirkung von Ermutigung – eine wahre Begebenheit

Die nachhaltige Wirkung von Ermutigung – eine wahre Begebenheit

Juni 19, 2020 Aktuelles 0

Die nachhaltige Wirkung von Ermutigung – eine wahre Begebenheit

Die nette Bemerkung


Eines Tages bat eine Lehrerin ihre Schüler, die Namen aller anderen in der Klasse auf ein Blatt Papier zu schreiben und ein wenig Platz neben den Namen zu lassen. Dann sagte sie zu den Schülern, sie sollten überlegen, was das Netteste wäre, das sie über jeden ihrer Klassenkameraden sagen könnten und das sollten sie dann neben die Namen schreiben. Es dauerte die ganze Schulstunde, bis jeder fertig war. Bevor sie den Klassenraum verließen, um in die Pause zu gehen, gaben sie ihre Blätter bei der Lehrerin ab.

Die Liste

Am Wochenende schrieb die Lehrerin jeden Schülernamen auf ein weiteres großes Blatt Papier und daneben die Liste der netten Bemerkungen, die ihre Schüler über den einzelnen aufgeschrieben hatten. Es waren Bemerkungen dabei wie: „Ich finde toll, dass du dich so mutig vor der Klasse reden traust!“ Oder: „Lukas, ich mag Deine nette Art!“

Am Montag gab sie jedem Schüler seine oder ihre Liste. Schon nach kurzer Zeit lächelten alle. „Wirklich?“ hörte man flüstern. „Ich wusste gar nicht, dass ich irgend-jemandem was bedeute!“ oder: „Ich wusste nicht, dass mich andere so mögen“ waren die Kommentare.

Ermutigung fördert und stärkt das Selbstbewusstsein. Entmutigung verhindert das wichtige Gemeinschafts- und Zugehörigkeitsgefühl,
Mir geht es gut!

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In Vergessenheit

Niemand erwähnte danach die Listen jemals wieder. Die Lehrerin wusste nicht, ob die Schüler sie untereinander oder mit ihren Eltern diskutiert hatten, aber das machte nichts aus. Die Übung hatte ihren Zweck erfüllt. Die Schüler waren glücklich mit sich und mit den anderen. Einige Jahre später fiel einer der Schüler in Vietnam und die Lehrerin ging zum Begräbnis dieses Schülers. Sie hatte noch nie einen Soldaten in einem Sarg gesehen – er sah so stolz aus, so erwachsen.

Der tote Soldat und die Klassenkameraden


Die Kirche war überfüllt mit vielen Freunden. Einer nach dem anderen, der den jungen Mann gekannt hatte, ging am Sarg vorbei und erteilte ihm die letzte Ehre. Die Lehrerin ging als letzte und blieb einen Moment stehen. Als sie dort stand, sagte einer der Soldaten, die den Sarg getragen hatten, zu ihr: „Waren Sie Mark’s Mathematiklehrerin?“ Sie nickte: „Ja“. Dann sagte er: „Mark hat sehr oft von Ihnen gesprochen.“ Nach dem Begräbnis waren die meisten von Mark’s früheren Schulfreunden versammelt. Mark’s Eltern waren auch da und sie warteten offenbar sehnsüchtig darauf, mit der Lehrerin sprechen zu können. „Wir wollen Ihnen etwas zeigen“, sagte der Vater und zog eine Geldbörse aus seiner Tasche. „Diese wurde gefunden, nachdem Mark gefallen war. Wir dachten, Sie würden es erkennen.“

Die Liste ist immer noch da

Aus der Geldbörse zog er ein stark abgenutztes Blatt, das offensichtlich zusammengeklebt, viele Male gefaltet und wieder auseinandergefaltet worden war. Die Lehrerin wusste, ohne hinzusehen, dass dies eines der Blätter war, auf denen die netten Dinge standen, die seine Klassenkameraden über Mark geschrieben hatten. „Wir möchten ihnen so sehr dafür danken, dass Sie das gemacht haben,“ sagte Mark’s Mutter. „Wie Sie sehen können, hat Mark das sehr geschätzt.“ Alle früheren Schüler versammelten sich um die Lehrerin. Charlie lächelte ein bisschen und sagte, „Ich habe meine Liste auch noch. Sie ist in der obersten Schublade in meinem Schreibtisch“.

Alle haben sie noch

Chuck’s Frau sagte, „Chuck bat mich, die Liste in unser Hochzeitsalbum zu kleben.“ „Ich habe meine auch noch“, sagte Marilyn, „sie ist in meinem Tagebuch.“ Dann griff Vicki, eine andere Mitschülerin, in ihren Taschenkalender und zeigte ihre abgegriffene und ausgefranste Liste. „Ich trage sie immer bei mir“, sagte Vicki und meinte dann ohne mit der Wimper zu zucken: „Ich glaube, wir alle haben die Listen aufbewahrt.“ Die Lehrerin war so gerührt, dass sie sich setzen musste und weinte. Sie weinte um Mark und für alle seine Freunde, die ihn nie mehr sehen würden (Quelle unbekannt).

Damit Sie sehen, liebe Leser, dass es o.g. Praxis tatsächlich gibt, füge ich anbei einen meiner Zettel bei. Er stammt aus der Ausbildung zum „Encouraging-Trainer“ im damaligen „Adler-Dreikurs-Institut“ in Züntersbach in Hessen bei Bad Brückenau (BY).

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Euer Ewald Bauer

 

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